carmotion

Andre Wendt – Gründer und Geschäftsführer

Hallo ich bin Andre, CEO von carmotion. Ich möchte Euch einen Teil meiner Geschichte erzählen um Euch den wahren Grund für mein Engagement für private Autoverkäufer näher zu bringen. Ziel ist es Euch für die Thematik zu sensibilisieren und ein Verständnis für unsere Firma zu entwickeln.

Von Pizza zum Verkauf

Ich startete als Pizzafahrer und fand den Weg ins Autohaus. Ich war so beeindruckt von diesem Verkäufer, der es sich leisten konnte eine 12,00€ Pizza zu bestellen. Daher beschloss ich eine dreijährige Ausbildung im Autohaus zu absolvieren. Dort wurde mir zu Beginn der Mund verboten. Ich durfte nichts verkaufen. Eines Tages war ein Kollege im Urlaub und der TOP-Verkäufer wegen eines Knochenbruchs im Krankenhaus. Soll heißen, dass nur noch ich vor Ort war. Alle dachten, dass das Autohaus nun den Bach runter gehen würde. Das ging so weit, dass sogar der Chef in den Urlaub flüchtete um den Kopf frei zu bekommen. 

Alleiniger Verkäufer

Nichts da. Ich verkaufte in dieser Woche 5 Autos. Auf einmal wendete sich das Blatt. Motiviert wie ich war, forderte ich die volle Provision. Es kam zum Deal meines Lebens. Ein Deal der mein Leben veränderte. Mein Chef bot mir an, im Folgemonat 6 Autos zu verkaufen, daraufhin sollte ich die geforderte Provision erhalten. Allerdings nur wenn es 6 Autos wären. Am 30. des Folgemonats stand ich mit 5 Verkäufen da. Um 17:00 kam ein Kunde für einen Passat Neuwagen ins Autohaus. Meine Kollegin zwinkerte mir zu und platzierte den Kunden an meinen Tisch.

Jetzt oder nie!

Nach 1,5 Stunden, kurz vor Feierabend, wollte dieser ein Angebot mitnehmen. Mein einziger Weg die Wette mit meinem Chef noch zu gewinnen war es dem Kunden darüber zu erzählen. Er sollte über Nacht das Gefühl genießen seinen Traumwagen gekauft zu haben, wenn er am nächsten Tag Bauchschmerzen habe, kann er den Kaufvertrag stornieren. Hat er nicht, somit war die Wette gewonnen und seither beobachtete ich viel, vor allem aber, wie man es nicht macht.

Von Anstellung zur Selbständigkeit

In den Neuwagenprospekten waren die Autos perfekt abgelichtet und wenn die Tageszulassung auf unseren Hof gerollt kam, musste der Azubi mit seiner schwachen Handykamera Bilder auf dem Schotterplatz machen. Das habe ich nie niemals verstanden. Es ist doch schließlich der Rahmen der Firma. Unser Autohaus ging in die Insolvenz und ich ließ mich für ein halbes Jahr in unser zweites Haus übernehmen. Aber auch hier lief es nicht, zu wenig Autos, kaum Material zum Verkaufen, jede Idee, um die Situation zu verbessern wurde belächelt. Ich ließ mich kündigen und habe mich per Schnellschuss selbstständig gemacht.

Der erste Versuch

Diese Firma taufte ich „getyadreamcar“. Ich hatte bloß vergessen mir Kohle anzusparen. Ich war zwar ein guter Verkäufer aber ein Anfänger im Umgang mit Geld. 0€ Umsatz und 2.000€ Schulden bei der Krankenkasse waren das Ergebnis. Danach machte ich eine „kreative “ Pause. Hier kamen aber die ersten besseren Überlegungen, wie man die Firma aufbauen müsste.

Doppelt hält besser

Ich gründete meine 2 Firma WendtAutomobileDeutschland. Ich verkaufet 2 Autos und lieh mir etwas Geld und konnte dennoch nicht klarkommen, da mein Geldbewusstsein immer noch nicht auf dem Niveau  war. wo es sein sollte. Ich ließ mich wieder in einem Autohaus anstellen um etwas Sicherheit in mein Leben zu bekommen. Nebenbei bastelte ich weiter an meinem Konzept. Ich sollte Hyundai Neuwagenverkäufer werden aber das wollte ich niemals sein. Ich verkaufte stattdessen in 5 Wochen 10 Gebrauchtwagen und übernahm die Fotografie der Wagen. Ich merkte, dass ich sogar die Langsteher, die das Autohaus 2 Jahrelang nicht verkauft hat, schon aufgrund der besseren Bilder verkaufen konnte. Dennoch wurde ich gekündigt.

Jetzt aber!

Wir wollen keinen Fotografen, sondern einen Neuwagenverkäufer. Das man einen Profifotografen hätte anstellen sollen, der dann alle 500 Autos fotografiert, klemmte ich mir. Ich wollte die Erkenntnisse für mein Projekt nutzen. So gründete ich meine 3. Firma mit einem „alten“ Kollegen aus dem ersten Autohaus. Ich der Verkäufer und mein Kollege das Zahlengenie. Carcompany59 war schon der Hammer, hier hatten wir uns ein wenig Geld zusammengeliehen und auch die ersten 20 Autos verkauft. Das ganze hielt ein Jahr. Wir hatten immer noch zu wenig Geld, zu wenig Autos und zu wenig Ertrag. Die Rechnungen fraßen unser gesamtes Geld auf. Das Finanzamt, die Krankenkasse und diverse anderen Gläubiger nahmen uns in die Mangel. Als wir noch ca. 6000 € hatten, zog mein Kollege nachvollziehbarer Weise, die Reißleihen. Nun stand ich alleine da mit einem riesigen Schuldenberg. Zu Ostern 2019 sah es ganz böse aus.

Umdenken statt aufgeben

Nach 2 Tagen Delirium und der Erkenntnis, dass ich weiter machen muss, egal was kommt, nahm ich den Hörer in die Hand und handelte die Privaten Verkäufer nicht mehr herunter, sondern bot ihnen an, ihre Autos über mich zu verkaufen. Ich merkte, dass es mir deutlich besser lag als nach dämlichen Gründen zu suchen die Autos madig zu reden. Wenn Du keine Zeit, keine Lust oder keinen Nerv hast Dich mit dubiosen Händleranfragen auseinander zu setzen dann…. Mir fiel der erste Kunde ins Wort und fragte mich, wann ich bei ihm sein kann. Volltreffer! Schmerzpunkt erkannt.

Die Entstehung von carmotion

Mir fiel in den Monaten danach auf, dass ein Privater Autoverkäufer erstens kein Bänker ist, und somit keine Finanzierung anbieten kann. Das zweite, was mir auffiel war, dass es von Privat zu Privat keine Garantie gab, daher schloss ich einen Vertrag mit meinem Partner MultiPart GmbH. Nun kann jeder, auch bei einem privatkauf, eine Garantie bis zu 2 Jahren dazubuchen. Das dritte Problem haben alle Privaten Verkäufer, die nicht gleichzeitig verkappte Händler sind. Die Inzahlungnahme des alten Autos funktioniert in der Regel bei einer Einzelperson nicht. Daher kaufen viele Leute lieber im Autohaus. Hier bekommen sie alle 3 Probleme gelöst. Mit diesen 3 Erkenntnissen entwickelte ich das Konzept weiter und kombinierte es mit meinem Faible für professionelle Bilder und Werbevideos. Carmotion wurde das, was es jetzt ist, eine moderne Vermittlungsfirma mit Herz fürs Auto und für seine Kunden. Gemeinsam mehr bekommen.

Autos von der Hühnerfarm

Unsere Vorstellungskraft ist die Werkstatt jeder Realität. Unter diesem Motto startet wohl jeder Gründer. Lediglich bewaffnet mit einem Video und einer ordentlichen Portion Mut. Der eine Beginnt in seiner Garage, der andere … meine Wenigkeit eben, auf einer „Alten Hühnerfarm“. Im März 2018, in einer kleinen 250 m2 Halle, verkauften wir die ersten Autos an unsere Kunden. Kleine aber feine Gebrauchtwagen. Leider hatten wir damals keinen Onkel und keine Bank die mitspielte und uns unterstützte. Man kann fast sagen das es absolut naiv war zu glauben, dass wir irgendwas von dieser Hühnerfarm aus ohne wirkliche finanzielle Mittel stemmen könnten.

 

Als ich eine Dokumentation über Apple bei YouTube sah, dachte ich mir, dass es total clever ist ein Hightech gerät mit einem Apfel zu versehen. Ich lernte so, dass man Aufmerksamkeit generiert, wenn man Dinge kombiniert, die nicht zusammengehören. Daraus bildeten wir damals unsere virtuelle Präsenz und den Slogan „Autos von der Hühnerfarm“. Sicherlich polarisiert solch eine Marketingstrategie, allerdings ist dies wohl der Schlüssel für eine hohe Aufmerksamkeit, welche gerade in unserer Zeit, bei ca. 70.000 Werbeeinflüssen täglich, notwendig ist.